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Small Stack Strategie

Strategie als Small stack

Small Stack sein, geht in einem Turnier oftmals viel schneller, als manche Spieler glauben. Ein falscher Call, ein großer Pot, den man verloren hat, ein angesetzter Bluff ohne Erfolg. All dies können Gründe dafür sein, dass aus einem ganz angemessenem Stack ein kleiner Rest wird. In so einer Situation heißt es die Nerven zu bewahren und das Spiel nicht abzuschreiben. Dies ist oftmals sehr schwer, denn der Big Stack setzt einen in den meisten Fällen so unter Druck, dass nicht mehr viele Möglichkeiten bleiben zu agieren. Die Frage ist nun:Was soll man tun? Warten auf ein gutes Blatt? Die Position ausnutzen und einen Move ansetzen? Oder doch einfach nur warten, bis einen der Blind in einem Turnier auffrisst?

Es bestehen viele Möglichkeiten sich mit diesem Stack nochmals an die Spitze, oder zumindest in eine bessere Position zu bringen. Natürlich kann dies nicht immer gelingen. Mit dem richtigen Spiel und natürlich auch den passenden Karten ist es möglich. Das Spielen an sich ist als Small Stack um einiges einfacher gegenüber dem Big Stack. Der Small Stack hat eine viel kleinere Bandbreite an Händen, mit denen er ein All in riskieren würde. Mit seinen Chips kann er seinen Gegner nicht viel Angst einjagen und somit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit eines Calls. Zusätzlich ist der Verlust an Chips sehr viel geringer, auch wenn dies das Ausscheiden aus dem Turnier für den jeweiligen Spieler bedeutet. Schwierige Entscheidungen werden von einem Small Stack eher selten zu treffen sein, da dies sein Stack und auch seine Situation nicht mehr erlauben.

Vor allem bei Anfängern am Pokertisch wird diese Strategie gerne angewandt. Ihnen fällt es noch schwer Entscheidungen zu treffen. Bei einem All in sind keine weiteren Handlungen möglich und dies erleichtert oft diesen Spielern das Leben. Dem Gegner wird hiermit sofort klar, dass eine starke Hand im Spiel sein könnte. Auch das Risiko an Chips ist für ihn überschaubar. Der All in Spieler kann nicht mehr setzen. Er hat bereits alles in der Mitte und somit steht auch fest, wie viel einem die Hand kosten wird, falls keine weiteren Mitspieler zu finden sind, die mehr als dieser All in Spieler haben.

Der Small Stack zwingt seine Gegner durch seinen kleinen Stack, mit nur wenigen Chips zu spielen indem er ihnen keine Implied Odds gibt. Des Weiteren kann dieser Spieler einem Big Stack am Tisch ganz schön die Show vermiesen. Er muss nämlich auch in vielen Situationen damit rechnen, dass die Chips eines Small Stacks in die Mitte geschoben werden. Ein Steal vom Button aus, wenn der Small Stack in den Blinds sitzt ist somit sehr schwierig. Solche Moves werden in dieser Situation für den Big Stack zur Zerreißprobe. Der Big Stack kann nur ahnen, ob der Small Stack diesmal pusht oder nicht. Dieses Risiko werden nur wenige eingehen, da der Small Stack seine Chips beim Gegner lassen und diese nicht wieder aufstocken soll.

In einem Turnier kann man sich die Situation nur sehr bedingt aussuchen. Jeder der Spieler erhält hier in den meisten Fällen den gleichen Startstack und somit entwickelt sich die Strategie mit dem Stack. Läuft es gut, so wird der Big Stack nicht die Small Stack Strategie spielen und umgekehrt genauso wenig. Beim Cash Game hingegen gibt es die Möglichkeit sich die Strategie auszusuchen. Manche Spieler lieben es Big Stack am Tisch zu sein und versuchen die Kontrolle über die anderen Spieler zu haben. Andere hingegen spielen nur die Small Stack Strategie und setzen sich auch oftmals nur mit wenig Geld an den Tisch. Sie warten auf eine sehr gute Hand und schieben mit dieser alles was sie haben in die Mitte. Spielt also ein Spieler nach der Small Stack Strategie, so werden sich seine Moves auf All in oder Fold beschränken. Aktionen wie Raise oder Call sind eher sehr selten zu beobachten.