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Shorthand Limit Texas Hold Em richtig spielen

Shorthand Limit Texas Hold Em richtig spielen

Shorthand Limit Texas Hold Em mit 6 oder weniger Spielern ist sehr beliebt – insbesondere im Internet. Aber gerade hier braucht man natürlich eine entsprechend gute Strategie, wenn man sich gegen die anderen Spieler behaupten möchte, denn je mehr ein Spiel an Popularität zu bieten hat, desto mehr starke Gegner hat man in aller Regel auch am Tisch sitzen. Die meisten Spiele, die Shorthand gespielt werden, sind High Limit-Spiele, sodass es einiges zu verlieren, aber auch einiges zu gewinnen gibt, was man natürlich auch beachten muss, wenn man hier richtig spielen möchte.

Die Voraussetzungen
Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man bei dieser Art von Spiel brauchen wird, ist, die richtige Art von Spiel zu finden. Wenn man gerade keine Lust hat, sich zu verbessern und zu üben, dann gibt es auch keinen Grund sich gegen einen echten Profi an den Tisch zu setzen; hier wird man vor allem verlieren, was sicherlich nicht Sinn der Sache ist. Wichtig ist es herauszufinden, wie die Spieler an einem Tisch spielen. Shorthand Limit Texas Hold Em sollte man nicht an einem Tisch spielen, an dem viel erhöht oder ausgestiegen wird, sondern an einem Tisch, an dem vor allem vor dem Flop die Spieler callen und nach dem Flop ebenfalls callen – hier kann man gute Gewinne bekommen. Gegen passive Spieler hat man es einfacher, weil man durch selektive Aggression bei dieser Variante einfach am meisten aus dem Pott herausholen kann.

Ein wichtiger Aspekt sind natürlich auch bei dieser Spielweise, wie in den meisten Fällen, die Hände, die man spielen sollte. Hier muss man vor allem auch die aktuelle Situation immer bedenken. In einem Spiel, in dem viel geraist wird, sollte man alles außer AA, KK, AK, QQ und JJ folden. Noch ehe man den Flop gesehen hat, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Gegner ein stärkeres Blatt auf der Hand hat, als man selbst. Mit AT oder höherer Beikarte, AJ, KQ, QJ, JT kann man eigentlich immer raisen, mitgehen sollte man nur mit großen Pärchen oder AK, AQ, AJ, KQ, AT und QJ. Inwieweit man mit einem Startblatt reraisen sollte, hängt davon ab, wie der Spieler ist, der erhöht hat. Ist es ein Maniac, der viele Hände spielt, kann es sich lohnen; ist es ein Spieler der nur gute Hände spielt, sollte man es lieber sein lassen, wenn das eigene Blatt nicht wirklich überragend ist.

Berechnungen einbeziehen
Hier sollte man das Hutchinson-System, die Pott Odds und die Outs berücksichtigen, die für diese Variante von Poker eine sehr wichtige Basis sind, auf die man setzen sollte. Nachbarn in gleicher Farbe und kleine Pärchen sollte man nur unter ganz bestimmten Umständen spielen, zum Beispiel dann, wenn viele Leute mitspielen, denn bei weniger Spielern haben diese Karten einen schlechteren Wert. Insbesondere beim Heads Up gilt das natürlich nicht. Hier werden so gut wie alle Hände gespielt und auch die kleinen Pärchen haben hier ihren Wert, mit dem man durchaus etwas gewinnen kann. Auf dem Flop sollte man nur raisen und reraisen, wenn man ein Top-Paar oder besser hat. Ist das nicht der Fall, hängt die Entscheidung, wie man sich verhalten sollte, vor allem auch von den anderen Spielern ab. Hier sollte man als Anfänger nichts riskieren und es lieber sein lassen.

Ein guter Spieler kann aber ruhig auch ab und zu auf seine Erfahrungen setzen und versuchen, mit einer mittleren Hand den Pott zu bekommen, wobei eine sehr aggressive Spielweise eine Hilfe sein kann. Man darf aber nicht vergessen, dass man damit, wenn man es zu oft macht, auch viel Geld verlieren kann. Es darf also niemals zur Regel werden, mittlere Hände auszuspielen und mehr oder weniger zu bluffen; das kann sich sehr schnell am Bankroll bemerkbar machen. Wenn man eine Drawing Hand hat, dann sind die Outs und die Pott Odds immer sehr wichtig, wobei man die Outs eher knapp bemessen sollte, um nicht zu viel zu riskieren.

Wer bei dieser Spielweise gerne einen Bluff versuchen möchte, der sollte schon vor dem Flop raisen und dann nach dem Flop beginnen, richtig aggressiv zu spielen; das ist der sicherste Weg, um die anderen Spieler zum Folden zu bringen. Natürlich funktionieren Bluffs in Spielen mit einem Limit meistens nicht so gut, wie wenn No Limit gespielt wird und man richtig viel Geld bieten kann, um die Gegner abzuschrecken, dennoch kann man aber Erfolg haben, wenn man sich wirklich Mühe gibt und das Ganze in aller Ruhe angeht. Grundsätzlich setzt das Spiel von Shorthand Limit Texas Hold Em immer voraus, dass man nicht nur die Regeln des Spieles beherrscht, sondern auch die Hutchinson-Methode, die Outs und die Pott Odds. Hier sind Wahrscheinlichkeiten und Berechnungen ein ganz wichtiger Faktor, auf den man nicht verzichten kann, man muss diese wirklich blind beherrschen, um etwas gewinnen zu können, denn da diese Variante meistens mit hohen Limits gespielt wird, findet man hier vor allem erfahrene und starke Spieler, mit denen es meistens nicht so einfach ist, sich zu messen, auch wenn der Eindruck manchmal ganz gerne täuscht.

Wichtig ist auch, nicht im erstbesten Spiel einzusteigen, sondern sich wirklich Zeit für die Suche zu nehmen und bewusst ein Spiel mit eher passiven Spielern zu suchen. Hier erkennt man am ehesten, wenn einer der Spieler eine wirklich gute Hand hat und man kommt mit einem aggressiven Spiel öfter an den Pott, als an einem Tisch mit Spielern, die allgemein sehr aggressiv spielen. Diese lassen sich nicht nur weniger gut bluffen. Sie nehmen meistens auch gar nicht wahr, wenn man mit einem Mal beginnt, aggressiver zu spielen. Man kann sie damit also nicht so sehr von ihrem Spiel abbringen und zum Folden bewegen.
Shorthand Poker ist eine Spielweise, die sich für absolute Anfänger meistens nicht eignet, es braucht schon etwas Routine und Erfahrung, wenn man hier wirklich etwas gewinnen möchte und keine Lust hat, den anderen Spielern am Tisch immer wieder den Pott zu bezahlen, was leider viel zu schnell passiert, wenn man nicht genau darauf achtet, gegen wen man auf welche Art und Weise spielt.