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Poker Spieler Typen – The Maniac

Der sogenannte Maniac ist wohl der frustrierendste Gegner beim Pokerspiel. Er spielt zu viele Hände. Er ist in zu viele Potts involviert. Er raised und re-raised ständig, egal, was er auf der Hand hält. Wenn er eine Schwäche bei seinen Gegnern bemerkt oder der Meinung ist, ein Bet mehr wird den Pott in seinen Chipstack befördern, wird er diesen Bet platzieren. Der Maniac blufft sehr oft und es stört ihn nicht, einfach seine Chips einzusetzen, um Chaos zu verbreiten. Der Maniac ist der Meinung, Poker sei ein aggressives Spiel. Und wenn man die Fakten zusammenträgt, hat er sogar recht damit. Ungeachtet der Tatsache, dass der Maniac bei seiner Spielweise alles riskiert, hat er damit sogar eine Chance, in einem Turnier damit zu überleben. Der Großteil der Spieler, welche diesen Spielstil nutzen, spielen ihn selbstzerstörerisch. Das bedeutet, sie spielen ohne Rücksicht auf ihre eigenen Verluste in der Hoffnung, die Gegenspieler genug einschüchtern zu können, um möglichst viele gute Hände gefoldet zu sehen. Man muss sich zuerst einmal überlegen, wie man es spielerisch anstellen muss, um an einen Maniac heranzukommen. Er gewinnt mehr als nur ein paar Potts einfach so, ohne Herausforderer. Sehr häufig spielt also kein Gegenspieler des Maniac seine Hand und überlässt damit dem Maniac den bis dahin angehäuften Pott. Der Maniac ist glücklich, wenn er diese kleinen Potts für sich entscheiden kann. Ein Vorteil dieses Spielstils ist es, dass man jeden Gegner, selbst wenn dieser eine gute Starthand hat, dazu zwingt, entweder alles zu riskieren oder lieber auszusteigen. Das ist der Grund, warum viele Spieler schnell frustriert sind, wenn ein extremer Maniac am Tisch mitspielt.

Wenn der Maniac erfahren genug ist, hat er ein paar weitere Vorteile. Sehr häufig, nach einem oder zwei Pre-Flop-raises, zeigt der Flop 3 schlechte, niedrige Karten. Zwei gute Spieler wollen an den Pott, müssen dies aber dennoch vorsichtig angehen. Durch die Tatsache, dass ein Maniac beinahe jede Hand spielt, ist es durchaus möglich, dass dieser nun durch diese kleinen Karten evtl. 2 Paare oder gar ein Set erhalten hat. Durch diese Ungewissheit werfen diese beiden, eigentlich guten Spieler, ihre vermutlich guten Karten weg und der Maniac gewinnt mit Nichts auf der Hand dennoch den Pott. Die meisten Maniacs verlieren allerdings auf lange Sicht, weil sie zu viele Hände spielen, die einfach im Pre-Flop zu schlecht sind. Man kann auf diese Art und Weise zu spielen nicht annehmen, dass man ständig siegreich aus diesen Bluffs hervorgeht. Um einen Maniac aus dem Spiel zu nehmen, kann man seine Aggressivität gegen ihn verwenden. Der Maniac ist relativ leicht in eine Falle zu locken. Wichtig dabei ist allerdings, dass man nicht selbst in diese Fallenspirale gerät und so dem Maniac in die Hände spielt. Viele Spieler sind der Meinung, man könnte den Maniac entmutigen, wenn man oft genug einen Re-raise wagt. Das kann unter gewissen Umständen stimmen, ist aber sicher nicht die Regel. Abgesehen davon ist das Entmutigen eines Maniacs ja im Grunde das, was man keinesfalls möchte, denn der Maniac sorgt für große Potts, an die man selbst auch herankommen will. Um einen Maniac zu Fall bringen zu können, sollte man seinen eigenen Spielstil an den des “Rock” anlehnen. Nicht zu übervorsichtig, aber doch mit Bedacht und abwarten bis man eine gute Starthand bekommt, um dann die bets und raises des Maniacs zu callen oder gegebenenfalls zu re-raisen. Dann gibt es noch Spieler, die der Meinung sind, absolut zurückhaltend zu spielen sei das beste Mittel, um gegen Maniacs bestehen zu können. Sie wollen sich nicht in dieses aggressive Spiel des Maniacs hineinziehen lassen. Sie warten so lange, bis sie eine extrem gute Hand bekommen, um dann zuzuschlagen. So denken sie, sollte es laufen. In der Realität sieht es allerdings anders aus. Während diese sehr zurückhaltende Spieler nur abwartet, kassiert der Maniac etliche Blinds und kann so seinen Stack konstant auffüllen. Wenn der Maniac ein guter Spieler ist, wird er diese Strategie der Zurückhaltung sehr früh erkennen und wissen, dass nur noch sehr starke Hände gespielt werden. Damit kann er dieser Falle leicht entkommen und wird so nicht zu schlagen sein. Beim No Limit Hold’em ist der Trick, weniger zu verlieren, wenn man eine schlechte Hand hat und mehr zu gewinnen, wenn die Hand gut ist. Der beste Weg gegen Maniacs zu bestehen, ist öfter zu callen und weniger zu raisen. Der größte Fehler, den Maniacs begehen, ist, zu oft zu bluffen. Diesen Fehler möchte man nicht unterbinden, sondern für sich selbst ausnutzen. Nun ist bekannt, dass Maniacs hauptsächlich als Sieger vom Table weggehen weil sie zu oft Potts gewinnen, da sie nicht von Gegenspielern herausgefordert werden. Das Allerwichtigste, wenn man gegen einen Maniac spielt ist, nicht selbst zum Maniac zu werden. Dies wäre der Fall, wenn man die Anforderungen an seine eigene Hand herunterschraubt und in den Raise-Krieg mit einsteigt. Die vermutlich größte Herausforderung hierbei ist, sein eigenes Ego unter Kontrolle zu halten.