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Das Hutchison Punkte System

Das Hutchison Punkte System

Ein Problem, das gerade Anfänger beim Poker immer wieder haben, ist, dass sie viel zu viele Hände spielen und in den meisten Fällen nicht bereits vor dem Flop aussteigen, wenn die Hände nicht entsprechend gut sind, obwohl man in der Regel nur so seine Verluste gering und die Gewinne maximal halten kann. Oftmals verlieren Neulinge so in den ersten Wochen viel Geld, das sie später nur mit Mühe wieder gewinnen können, denn wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, viele Hände zu spielen, ist es schwer, von dieser Haltung wieder wegzukommen und das Ganze richtig zu machen. Das Hutchinson Punkte-System ist ein spezielles System, das auf den Händen, die man schon vor dem Flop verwirft, basiert und somit eine echte Hilfe für den Anfang ist, damit man lernen kann, welche Hände man spielen sollte und welche nicht. Mit wachsender Erfahrung und mehr Bankroll kann man das System natürlich dann auch entsprechend anpassen, damit es für einen selbst passend ist. Das Grundprinzip ist dabei denkbar einfach. Zunächst muss man die einzelnen Karten im Anfangsblatt für sich bewerten, dann wird auch die Beziehung der beiden Karten zueinander berücksichtigt und die eigene Position am Tisch, sodass man am Ende eine gute Entscheidung treffen kann, wenn es darum geht ob man die Hände spielen sollte oder nicht. Für die Berechnung bekommen die Einzelkarten alle einen Wert zugeordnet. Das Ass hat 16 Punkte, der König 14, die Dame 13, der Bube 12 und die Zehn 11 Punkte, alle anderen Karten haben ihren normalen Zahlenwert. Diese Werte addiert man zueinander und merkt sich die Summe. Dann geht es an die Beziehung der Karten. Für ein Paar gibt es plus 10, die gleiche Farbe gibt plus 4, Nachbarkarten bekommen plus 3, Lücke aus einer Karte gibt plus zwei und eine Lücke von zwei Karten gibt plus einen Punkt. Hat man auch diese Punkte addiert, nimmt man noch die eigene Position hinzu. Ist man in einer späten Position oder der Dealer, bekommt man 5 Punkte, in einer mittleren Position 3 Punkte. Ist die Endsumme größer als 30 kann man callen, ist sie größer als 34 kann man callen oder raisen, alles was geringer ist, wird verworfen. Mit den Händen zu gewinnen, die man auf diese Art und Weise ausgewählt hat, ist laut Statistiken um 70 Prozent wahrscheinlicher, als wenn man sich auf das eigene Gefühl verlassen hat, gerade wenn man noch ein Anfänger auf diesem Gebiet ist. Natürlich ist das System nicht für alle Spieler geeignet, denn es ist recht starr und für Profis oder in Headsup-Situationen, in denen man eigentlich alle Hände spielt, natürlich nicht anwendbar. Profis sollten daher nicht auf dieses System setzen, für sie ist es besser auf ihre Erfahrung zu setzen, die in diesem Fall besser ist. Insbesondere wer neu im Bereich des Pokers ist und noch unsicher in der Wahl der Hände, kann so das finanzielle Risiko sehr weit minimieren und dafür sorgen, dass nicht zu viel Geld verloren geht, weil man bei schlechten Händen wartet, was der Flop bringt. Vor dem Flop auszusteigen kostet sicherlich ein bisschen Überwindung, insbesondere wenn man hofft, dass noch etwas Passendes kommt, aber nur so kann man seine Verluste einfach minimal halten und dafür maximale Gewinne einstreichen, die doch letztlich auch der Lohn für ein gutes Poker-Spiel sind. Durch dieses System lernt man sehr schnell, welche Hände sich in einem normalen Spiel am Tisch mit verschiedenen Gegnern lohnen und bei welchen man das Risiko gar nicht erst in Kauf nehmen sollte. Schon nach einigen Runden hat man die wichtigsten Werte nicht nur verinnerlicht, sondern beherrscht sie dann meistens auch auswendig, sodass man nicht mehr für jede Hand erst rechnen muss. Das ist insbesondere deshalb wichtig, dass man durch die Überlegung nicht zu viel Zeit braucht, denn dieses Zögern ist wieder eine Sache, die den Gegnern die Möglichkeit gibt, in einem zu lesen, was man beim Poker natürlich so gering wie möglich halten sollte. Umso wichtiger ist es, sich die genauen Werte und die Art der Berechnung direkt zu merken und das ganze erst einmal schnell zu üben, dann kann man das Ganze im Spiel viel besser und schneller umsetzen, was nur zum eigenen Vorteil ist. Auch beim Online-Poker kann man das System natürlich sehr gut anwenden, um sich erst einmal einzufinden, insbesondere an einem Tisch mit anderen Anfängern wird man sich hier auch durch ein kurzes Zögern vor der Entscheidung in aller Regel nicht verraten, sodass man sich dort noch etwas mehr Zeit lassen kann, als wenn man seinen Gegnern wirklich am Tisch gegenübersitzt und sie auch die eigene Mimik sehen können, die meistens eine echte Hilfe ist, wenn man von einem Spieler wissen möchte, welche Überlegungen er gerade macht und wie man ihn später am besten verunsichern und besiegen kann. Auch dies kann man natürlich üben, für sich selbst zu unterdrücken.